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Diagnose: Spieletod

Erst mal vorneweg:
Ich bin kein Spieler, der sehr häufig online zockt (mangels flatrate) und erst recht kein Pro-Gamer.
Aber nachdem ich einige Kolumnen gelesen habe und ein passender Forenbeitrag von mir positiv aufgenommen wurde, möchte ich hier ein paar Gedanken zum Thema "der digitale Tod eines Computerspiels und dessen Community" loswerden.

Ach ja, versucht die unten genannten Beispiele allgemein zu sehen und nicht gerade auf Quake 3 zu beziehen, denn das gehört sicherlich zu den wenigen Spielen, denen man eine ausserordentliche Langlebigkeit bescheinigen kann (auch wenn einige das Gegenteil behaupten wollen)- zumindest bis jetzt. ;)


Ein Spiel stirbt...


Mir ist aufgefallen, dass man in diversen Spiele-Foren, völlig unabhängig von der Art des Multiplayer-Spiels, immer wieder Beiträge mit Titeln wie "this game is dying" oder "XY macht keinen Spass mehr" findet. Auch hier auf PQ.de gab es schon öfters "Suche ´ne Alternative zu Q3"-Beiträge zu sehen.
Vieles davon ist jedoch oftmals eher in die Rubrik "Panikmache" oder "Meinung einzelner Personen, die ihren Frust ablassen wollen" einzuordnen.
Denn das Ende eines Spiels kommt meist nicht so ohne weiteres, nur weil man einmal ein match verloren hat oder meint, dass eine Waffe im Spiel zu stark ist (natürlich die der Anderen).


Wie erkennt man nun Anzeichen eines sterbenden Spiels?


Der digitale Tod kommt zumeist langsam und schleichend.

Das auffälligste Merkmal ist die stetig kleiner werdende Anzahl der aktiven Spieler.
Sind es zu Beginn eines vielversprechenden Spiele-Lebens oft sehr viele Zocker, so nimmt deren Zahl im Laufe der Zeit meist kontinuierlich ab.
Ab und an kommen noch Neueinsteiger hinzu, aber die Tendenz ist meist eindeutig abnehmend.

Die schrumpfende community selbst wird nur noch selten und nicht mehr so viele Maps oder Mods veröffentlichen.

Die meisten Clans, die spontan beim Erscheinen des Spiel gegründet wurden, lösen sich auf bzw. löschen ihre jeweiligen Squads.

Auch die Entwickler werden langsam immer seltener Patches, Updates oder Zusätze veröffentlichen, wenn sie merken, dass ihr Game nicht mehr so beliebt ist.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal sind ausserdem sind die diversen News- und Fan-pages, deren Newseinträge immer seltener werden und immer häufiger mit "Sorry, dass es so lange keine Meldung mehr gegeben hat..." anfangen.


Welche Ursachen gibt es für diese Krankheit?


Die Verursacher sind ebenso vielfältig und unterschiedlich, wie es verschiedene Games auf dem Markt gibt.

Verfügt ein Spiel z.B. nicht über die Möglichkeit, dass die User eigenständig maps oder mods erstellen können, so bedeuted das in den meisten Fällen ein frühes Todes-Urteil.
Den Spielern werden die Standard-maps und -Spiel-Modi früher oder später langweilig und mangels Abwechslung verlassen sie das Spiel und suchen nach Alternativen.

Auch Fehler im Spieldesign wie z.B. schlechtes Balancing der Waffen oder der Einheiten kann dazu führen, dass ein Spiel nach einer anfänglichen Begeisterungsphase (in der man diese Fehler noch nicht bemerkt hat, da sie sich erst nach langem Spielen zeigen) nur noch vor sich hin siecht.

Viele Spiele fallen auch dem natürlichen Digital-Tod durch Altersschwäche anheim.
Selbst wenn ein Spiel zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung eine führende Technik besaß, in einer sich so schnell entwickelnden Branche wie der Unterhaltungssoftware-Industrie liegt die Haltbarkeitsgrenze besonders bei der Grafik meist weit unter einem Jahr (wenn es noch mit Neuerscheinungen mithalten soll).

Sollte ein Game aber erfolgreich sein, so wird irgendwann einmal der Nachfolger mit neuester Technik vor der Tür stehen um sein Erbe anzutreten und auch in diesem Fall ist mit einer verkürzten Lebensdauer zu rechnen.

Mit dem Erfolg und der Beliebtheit eines Spiels steigt allerdings auch die Anfälligkeit für besondere Krankheitserreger (allgemein als "cheater" bekannt), die sich gerne in eine neue community einnisten und dem Spiel so stark zusetzen können, dass dies zum digitalen Exitus führt - falls nicht rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Oftmals wird auch eine Ansteckung durch eine sogenannte "Indizierung" mit dem digitalen Tod in Verbindung gebracht.
Ich bin jedoch der Ansicht, dass dies nicht unbedingt einen negativen Einfluss auf die Beliebtheit eines Spiels haben muss, denn ein Grossteil der community trifft sich und spielt im Internet und auf internationaler Ebene kann das Spiel durchaus sehr erfolgreich sein.


Ist eine Heilung möglich?


In dem meisten Fällen leider nicht.
Gäbe es ein Allheilmittel, so hätten die Entwickler sicherlich schon früher daran gedacht, es einzusetzen, denn wenn sich ein Spiel lange auf dem Markt halten kann, kommen auch immer wieder neue Leute hinzu.
So gibt es ja auch heute noch genügend Leute, die bei Q3, UT, CS oder Diablo 2 Neueinsteiger sind, obwohl diese Games schon vor einigen Jahren erschienen sind.

Viele Hersteller versuchen verzweifelt mit sogenannten "Gold-Versionen" und "Compilations" neue Spieler anzulocken oder die alten zum Bleiben zu bewegen, doch hilft dies nur in wenigen Fällen.

Im Falle einer Infizierung durch cheater kann eine Impfung mit entsprechenden Antikörpern (sogenannte "Anti-cheat-software") für Abhilfe sorgen, allerdings sind auch Fälle bekannt, wo die cheater überraschend schnell imun gegen diese Antikörper wurden, so dass immer wieder neue Mittel entwickelt werden müssen.

Eine bessere Chance haben Spiele, die Teil einer ganzen Serie sind, denn obwohl dann ältere Exemplare dabei oft auf der Strecke bleiben, haben die Nachfolger schon eine community, auf die sie aufbauen können. (siehe Quake oder Unreal)

Aber da man nie mit 100%tiger Sicherheit vorraussagen kann, wie sich ein Spiel entwickeln wird, sind auch Schutzmassnahmen wie die Integration von Level-Editoren und Zusatz-Modi etc nicht immer ein Garant für eine grosse community.
Denn sollte das Spiel keinem gefallen, wird auch der beste Editor ungenutzt bleiben. :)


Gibt es denn keine Hoffnung?


Die gibt es, doch muss das jeder für sich selbst entscheiden:

Denn ein richtiger "Todesfall", so dass sich wirklich niemand mehr für das Game interessiert, tritt eigentlich fast nie ein.
Daher finde ich es auch übertrieben, immer direkt vom "Tod" eines Spiels zu reden, sobald das Interesse der Spieler etwas abnimmt.


Nachdem ich oben soviel allgemeines zum Krankheitsbild und den Ursachen geschrieben habe, möchte ich nun meine ganz persöhnliche Meinung zu diesem Thema äussern.

Ich finde es nicht weiter tragisch, wenn ein Game stirbt, im Gegenteil, ich finde es meistens sogar GUT und denke es ist besser so! =)


Das hat mehrere Gründe:

Nach dem Tod eines Spiels bleibt oftmals nur noch eine kleine community zurück.
Dies sind dann in der Regel die Spieler, die das Game WIRKLICH gerne zocken und sich auch nicht von Unstimmigkeiten im Balancing oder anderen "Kleinigkeiten" abhalten lassen.

Die ganzen lamer und cheater hingegen (aber auch diejenigen, die meinen, immer nur das "neueste und beste" spielen zu müssen) verlassen die community wie die Ratten das sinkende Schiff und suchen sich ein neues Game, das jetzt gerade "angesagt" ist.
Daher warte ich manchmal auch ziehmlich lange, bevor ich ein Game online zocke, denn dann hat sich der grosse Ansturm schon wieder gelegt.

Ich spiele viel lieber mit solchen Leuten zusammen, die immer noch nach Jahren mit Begeisterung dabei sind als mit Spielern, von denen man sich alle 5 min ein "boah, das Game suckt" anhören muss. (warum spielen die das Spiel dann noch, frage ich mich? :) )

Die richtigen Fans sind dann auch oftmals die, die nicht nur jahrelang "ihrem" Spiel treu sind, sondern die auch schon vor der Veröffentlichung Jahre gewartet und im Vorfeld jede News dazu förmlich verschlungen haben. :)

Und bei solchen Mitspielern stört es mich nicht im Geringsten, dass ein Spiel angeblich "tot" ist.


Viel Spass noch beim Zocken von "eurem Game"! =)

Doc
Gule Gule


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