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Allgemeines zum Thema Zensur - Teil1
1. Zensur - aus welchem heeren moralischen Grunde sie auch stattfindet - ist bereits vom Prinzip her etwas undemokratisches.

2. Wer meint, das Recht auf freie Meinungsäußerung und freien künstlerischen Ausdruck würde nur innerhalb einer staatlichen Kulturdefinition gelten, zensiert.

3. Neben der staatlichen Zensur existiert die Schere in jedem Kopf.

Die Theorien zur Wirkung von Gewalt in den Medien sind so alt wie das Theater der Antike. Doch die Menschheit hat sich entwickelt: Heute geben sich die Einfallslosen unter den Philosophen durch den Begriff "Psychologie" den Schein einer Naturwissenschaft von mathematischer Präzision. Hier die 4 Haupt-Thesen zu medialer Gewalt:

a) Man ahme nach und werde immer aggressiver.
b) Man stumpfe ab und werde gefühllos.

- Diese beiden sind unter Experten (= Leute die alles ganz schlimm finden) sehr beliebt. Gerade Computerspiele würden nur logisches Denken fördern und das Fühlen verkümmern lassen. Aber Aggression ist doch auch ein Gefühl. Ist Mr Spock aggressiv? Da sagt der Computernensch: a) und b)zusammen geht nicht. Vorbeigefühlt, ihr (compassionate?) Kritiker.

c) Man würde Mitgefühl erlernen.
d) Man könnte Stress abbauen.

-Diese beiden sind unter Film- und Spielliebhabern sehr beliebt. Widersprechen sich auch. Hier die Auflösung: Es ist von Fall zu Fall verschieden: Nachrichtenbilder von Exekutionen aus nächster Nähe können Bestürzung verursachen bei jemandem der vorher über Stehaufmännchengewalt bei "Tom und Jerry" (verharmlosende Gewaltdarstellung?) oder physikalisch genausowenig nachvollziehbare Splattergewalt wie in "Bad Taste" (verherrlichende Gewaltdarstellung?) gelacht hat.

Wenn sich jetzt ein Staatssekretär für Kulturkrempel namens Nida-Rümelin in einer Experten-Runde auf Phoenix über verharmlosende/verherrlichende Gewaltdarstellungen (wie oben definiert) aufregt, bleiben 2 Möglichkeiten: Photorealistisch unter Aufsicht von Ballistikern und Gerichtsmedizinern oder Verbot jeglicher Gewaltdarstellung, v. a. in den Nachrichten.

Wer meint Splatterfilme, Pornos und "Killerspiele" könnten doch nicht als schützenswerte Kultur begriffen werden, dem rate ich zum Blick in die Geschichte: Als Radios den Zeitungen Konkurrenz machten, warnten die Experten der Zeitungen vor den negativen Auswirkungen der "Negermusik" Jazz auf die Jugend. Als Fernsehen den Radios Konkurrenz machte, warnten die Experten der Radios vor dem Verlust der Phantasie bei Kindern und Jugendlichen. (Liste beliebig erweiterbar.) Als das Internet Zeitung, Radio und Fernsehen zusammenbrachte regten sich deren Experten auf. Denn das Internet bot desweiteren Bibliotheken, Briefe, Teletext, Telegramm, Verschwörungstheorien,Telefax, Klatsch und Tratsch, Telefon, Freundschaften verstreut über den Globus und v.a. frei verfügbare, aktuellere und - bei exzessiven Hyperlinkgebrauch - auch seriösere Informationen. Irgendwas vergessen? Ach ja, flache Hierarchien durch geringen Aufwand beim Erstellen eigener Websites.

Mit welchen Worten umschreiben Politiker aller Coleur heute den Demokratiebeschleuniger Internet? Beispielsweise gibt es da den hippen Begriff
"Cybercrime". Dieser schmeißt Bürgerrechtler, welche Schimpfwörter benutzen (=Volksverhetzung), Kinderschänder und Leute, die sich vor Kaufentscheidung in ein Album ´reinhören wollen in einen Topf. Überall nackte neunjährige Nazis im Internet, gelle?

Nochmal zurück zum Film: Wusstet ihr, dass Hitchcocks Filme zensiert worden sind? Und dass renommierte Filmkritiker ihn regelmäßig verrissen haben als er schon längst vom Mainstream geliebt wurde? Das er nur einen einzigen Oscar (ein Jahr vor seinem Tod für sein Lebenswerk) bekam? Wusstet ihr, dass der Klassiker "der letzte Tango von Paris" wg. Erotikszenen einen Entrüstungssturm auslöste (obwohl entschärft)? Wusstet ihr, dass es bei dem Horrorklassiker "The Body Snatchers" eine hitzige Diskussion darüber gab, ob er den Kommunismus propagiere? (Ist meiner Meinung nach DER Antikommunistische Film.) Zu jedem Film gibt´s ´nen Verriss. Was ist wenn der Zensor Dinge auf den Index wirft und man die Richtigkeit dieser Aktion überprüfen will? Der Index steht selbst auf dem Index, oder?

Ein Schwenk zum klassischen Theater: Wusstet ihr, dass die staatlich subventionierten Aufführungen von Goethe, Schiller, Shakespeare mehrheitlich ein undemokratisches Staatsmodell propagieren? Die Ausrede "das war halt damals so" lasse ich nicht gelten: Goethe und Sch. haben von der Französischen Revolution einiges mitgekriegt und waren angewiedert! Wusstet ihr schon, dass in der Pekingoper Blutfontänen durch wallende Seidentücher dargestellt werden? Hier hat der Splatterfilm seine Wurzeln. Schwenk zur klassischen Musik: Wusstet ihr, dass Wagner seiner Zeit voraus war? Er verband bereits Nationalismus und Judenhass lange vor Hitlers Machtergreifung. Adolf H. stand natürlich auf dessen fetzige Musik. Wusste ihr eigentlich, dass es bei diesen klassischen Dingen keine Altersbegrenzungen/-empfehlungen gibt? Im Gegensatz zu Film und
Videospiel. Ach ja, Spiele. Ich kenne ein Spiel, dass kann man (momentan) nur in Gruppen mit anderen Menschen spielen, dh. vernetzt mit anderen Computern. Die Hersteller werden beschuldigt, einen Massenmord mitverursacht zu haben. Der Täter besaß zwar gewalttätige Spiele aber das am häufigsten in diesem Zusammenhang genannte war nicht auf seiner Festplatte (Polizeipressekonferenzauf auf Phoenix). Er hatte auch keinen Internetanschluss. Trotzdem sahen sich Experten in all ihren Vermutungen bestätigt als sie "seine" Seite "untersuchten".

Im "Stern" stand mehr über die "Killerspiele" als über Schützenvereine. Im "Spiegel" 19/02 vom 6.5. kommt zweimal die CS-Fatamorgana vor - obwohl sie die Liste bereits vorliegen hatten. Beweisendes Zitat: "Unter Steinhäusers Baller-Titeln ist das Brutalste und Bestialischste, also das Begehrteste, was die Erfinder von Einzelkämpfer-Spielen je auf den Markt geworfen haben. Zum Beispiel "Half-Life", ein so genannter Ego-Shooter, mit dem Robert über die Mündung seiner Waffe auf seine Opfer sah. Wie man im Laufschritt mordet, konnte er auch in seinen indizierten Spielen "Return to Castle Wolfenstein", "Commandos - Behind Enemy Lines", "Alien versus Predator" und Soldier of Fortune" trainieren, nirgends aber so perfekt wie im Cyber-Epos "Medal of Honor."" Warum MoH schlimmer als Sof (in Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen...äh...Patriotenmagazin entstanden) ist, sei mal dahingestellt. Zu "Entwurf"/"Trainingslager"/"Blaupause für den realen Massenmord" möchte ich auch höflich schweigen, immerhin hat sich der "Spiegel" noch am seriösesten verhalten. (Da war auch ein dicker Bericht über die Waffenlobby, welcher ich aber nicht den schwarzen Robert zuschieben möchte, sowie etwas PsychoLOGISCHES über Maskierung - es wurde natürlich mit Ninjas verglichen, den unauffälligen Spionen der japanischen Legendenwelt...)Ich erinnere mich noch daran, wie in der c't an Commandos2 gemäkelt wurde, das die dargestellte Iso-Gewalt nach dem 11.9. einen unangenehmen Beigeschmack bekommen habe. -Die Handlung spielt im 2.Wk du SACK. Ihr habt schon schlimmere Beispiele durchgekaut, das hier waren die Objektivsten. Ihr wisst doch, das jeder Text zu indizierter Ware von der BpjS/Bpjm als Werbung gewertet wird. Was für Verrisse in Game-Magazinen gilt, muss auch für 1500Uhr-Nachrichten privat/staatlich gelten. Und vor allem für Scheich Helm! Ich kenne ein Spiel, da bekriegen sich zwei Rassen totalitärer Staaten. Es geht nur darum den gegnerischen Boss zu töten. Das war die gesammte Story. Kamikazetaktiken (Selbstmordanschläge) sind eine beliebte Taktik. Zum Verheizen eignen sich vor allem die Fußsoldaten, welche keine individuellen Gesichtszüge oder Charaktereigenschaften besitzen. Das Spiel heißt Afgha... äh Schach. Das Gejohle um gewaltverherrlichende Videospiele gibt es seit "Death Race" von 1976. Ich kann nur jedem raten, die Altersempfehlungen von alten Filmen
und Spielen zu überprüfen. Diese werden nämlich für die EWIGKEIT gemacht. Beispiel Filme: "La Strada" ab 16, "Buck Rogers"-Serie aus den 30ern ab 18. Videospiel-Index: "River Raid", "Blue Max". Ein häufig zitierter Experte zum Thema "Verrohung durch Spiele" ist der Militärpsychologe im Ruhestand Dave Grossman. Man erkennt ihn daran, dass er selbst für einen U.S.Amerikaner sehr oft "Gott" sagt und seinem sexy Dachgiebelblick. Dieser hat 1999 als Experte vor dem U.S.-Kongress zu seinem Lieblingsthema die Aussage gemacht, dass Nintendo einen Vertrag mit der Armee über "Tötungssimulatoren" hätte. Er behauptete, so einen mit eigenen Augen gesehen zu haben. Seine Kollegen hatten keinen Schimmer wovon
er da phantasiert hat (nachzulesen in: "The Ultimate History of Video Games" von Steven L. Kent). Herstellungsprozesse und Konsumverhalten: Während bei Film und Computerspiel Gruppenarbeit beim Erstellen die Regel ist und von Gruppen konsumiert wird (Kino, Videoabend mit Freunden; LAN-Parties und Onlinespiele mit TAUSENDEN gleichzeitigen Spielern) ist dies bei Büchern nicht der Fall. Schreiben und Lesen von Romanen wird von Romanciers selbst des öfteren als asoziale Tätigkeit beschrieben. Trotz dieser Gefahr ist der Jugendschutz bei Gedrucktem sehr liberal. Alles was nicht ab 18 ist darf da jeder kaufen. "Bravo" profitiert davon. (Zum Glück spricht man in Europa nicht von "Sex und Gewalt" wie in den U.S.A. Ich weiß nämlich nicht, was das eine mit dem anderen zu tun haben sollte.) Abschließend:
Man muss über Wirkung des Mediums an sich (bisher unterbewertet) und dem einzelnen Werk (extrem überbewertet) unterscheiden. Bei folgenden Behauptungen bin ich mir SEHR sicher:
(-) Glotzen verändert die Persöhnlichkeit hin zu einer kürzeren Aufmerksamkeitsspanne.
(+) Innerhalb dieser nimmt man deutlich mehr war, beispielsweise erkennt der TV-Dauerglotzer eher Bildmanipulationen/Spezialeffekte. Je mehr Sender man zum Zappen hat, desto krasser der Effekt.

Bei Videospielen verhält es sich ähnlich: nicht der Inhalt, sondern die Form verändert: Jedes Spiel, was schnelle Reaktionen erfordert verbessert diese, egal ob Mario im HappylandfürKinderab3 oder QuakeMetzgereipraktikant.

Wenn man vorhat Menschen umzubringen, dann verbessert man seine Killerfähigkeiten durch Konsum rasanter Filme, noch besser durch Videospiele und noch viel viel besser durch eine beliebige Sportart, da diese neben Reaktionszeiten auch den Muskelaufbau verbessert. Das mit dem Hemmschwellensenken bei Medien für Erwachsene ist aber Unsinn. Warum argumentieren Experten immer mit Gefühl und nie mit Statistik? Warum sehen sie keinen Zusammenhang zwischen Mediengewalt und permanenten Anstieg der Wehrdienstverweigerer? (Ach, ja. Auf heise.de/tp mal in Suchmaschine eingeben: Soldaten Amok % oder ähnliches. 7% der Massemörder = Polizisten; 28% Soldaten...) In "Ultimate History..." gibt's folgenden Statistikwert: Amoklauf hat in der Zeitspanne von Doom zu Quake2 um 30% abgenommen. Zitat Slipknot (Band,beherrschen div. Instrumente): "Wenn ich meine Augen schließe, fühle ich mich als würde ich hinfortrutschen." Zitat Britney Spears (keine Instrumente, keine Live-Musik):"Schlag mich Säugling noch einmal! Stöhn!" Wenn ein Massenmörder Slipknot und Ace of Base hört (Info: Spiegel), wer ist dann an seiner Tat schuld? Die Depri-Content-Industrie oder die schillernde Diznee-Dauerwerbesendungswelt die niemand seinen Kindern bieten kann?

Ich bin für die Freiheit der Meinungsäußerung. Selbst Holocaustleugnern sollte diese zugestanden werden. Damit sich alle selbst von deren Idiotie ein Bild machen dürfen. Ich bitte um Verbesserung meines Textes. Ich bitte um Verbreitung in der Mainstreampresse. Wer meint ich renne hier offene Türen in offenen Wänden (?)ein, der sollte sich fragen, was die Auto-Zensur hier bringen soll. Ich lasse mich von der Richtigkeit der Zensur überzeugen, wenn mir irgendjemand auf der Welt EINEN politisch korrekten Witz erzählen kann.

Vielen Dank für diese Plattform und alle Leser.
Wird fortgesetzt.


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