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  1. #1
    Benutzerbild von falky
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    :::: Meditation ::::

    Hi,
    Mich würde mal interessieren wer von euch aktiv meditiert :]
    Persönlich lass ich´s seit ne Weile schleifen, aber ich werd heute abend mal wieder dran denken :=)
    Wenn ich meditieren, dann beschränke ich mich meistens mit Atemzuügezählen (war schonmal bei 1000) oder Konzentration auf Körper oder einfache imaginäre Formen :]
    Was macht ihr so, betreibt ihr Meditation, autogenes Training oder ähnliche Sachen und was macht ihr da genau?
    Bei der Gelegenheit kann ich gleich noch auf die Links in meiner Sig hinweisen :]



  2. #2
    mascara2
    Gast
    ich habs mal einen monat ca. gemacht.

    dann ist es mir so am zimpf gegangen dass ich aufgehört habe.

  3. #3
    kwasi
    Gast
    Wie genau soll das gehen?

    Ich komme aber auch andernwegs in solche spirituellen "Öffnungsmomente". Dann mache ich ruhige Musik ohne Text an und schmücke meinen Schreibtisch mit Teelichtern aus bis ich einen "emotionalen Höhepunkt" erreiche. Meistens fange ich dann an Gedichte zu schreiben. Der Dichter öffnet sich in der Form ja am meisten.

    Manchmal gehe ich dann aber auch runter und mache laut Musik in der Anlage an und versuche mich an Joga oder ähnlichen Konzentrationsübungen. (kanns aber nicht wirklich, gleicht eigentlich eher peinlicher "Bewegung zur Musik")

    Aber mit Meditation hat das, denke ich, wenig zutun. Also bevor du hier nach sowas fragst, sag erstmal, was das genau ist.


    PS: Ich bin nicht blöd. Also fang jetzt nicht an mit: "Das was die Mönche in ihrer Askese machen."

  4. #4
    Benutzerbild von falky
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    Es geht doch in die Richtung, es geht darum sich auf etwas zu konzentrieren und dadurch einen klaren Kopf zu kriegen und die Konzentration. Man kann auch einfach mal in sich reinhören was man sich selbst zu sagen hat :]
    Wenn man täglich die Meditation oder das autogene Training durchzieht hat das schon einen enormen Effekt.
    Am besten man kauft sich halt ein Buch, z.B. "Meditation für Dummies".

  5. #5
    Super Moderator Benutzerbild von EviLsEyE
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    hm, Du bringst mich da auf den Geschmack
    Ich bin ja sowieso schon ein Fan von Ruhe und Entspannung.. autogenes Training könnte mir da evtl neue Tore öffnen?

    Kannst Du vielleicht kurz beschreiben wie man sowas macht bzw was man beachten muss?
    Einfach mal Deine Eindrücke schildern etc Eine Art Mini-Erfahrungsbericht..

    Ich gehe ja schon so ganz gerne "in" mich und leg mich in den Garten, um Sterne anzuschauen bei chilliger Musik..
    Derzeit geht das aber leider nich, weil's zu kalt ist und es meistens regnet

    Original erstellt von kwasi
    Manchmal gehe ich dann aber auch runter und mache laut Musik in der Anlage an und versuche mich an Joga oder ähnlichen Konzentrationsübungen. (kanns aber nicht wirklich, gleicht eigentlich eher peinlicher "Bewegung zur Musik")

    passiert mir aber auch manchmal..
    Das kommt bei mir aber irgendwann automatisch - so als wär ich in Trance.. Gott sei Dank guckt dann niemand zu
    Aus meiner Sicht wirkt dieser "Tanz" dann wie Tai-Chi usw.. eben diese flüssigen Kampfsport-Bewegungen
    Entspannt aber enorm - kann ich nur empfehlen


  6. #6
    yoless
    Gast
    ich mach seit n paar jahren autogenes training
    nicht wirklich zu aktiv, aber so 3-5 mal die woche jeweils vielleicht ne stunde

    ich halt mich auch begrenzt an irgendwelche lehrer oder bücher, sondern schau eher, was mir jetzt spass machen würde und wohl geeignet
    (also welche muskel ich jetzt gezielt entspanne etc pp...)

    kann aber inzwischen recht schnell und effektiv bestimmte muskelgruppen entspannen (also nicht nur die schultern oder so, sondern auch beckenmuskeln, innere muskeln etc.)

    jor,
    tai chi hab ich mal n bisschen gemacht, aber mehr um mal so zu schauen
    und würd das auch nur bedingt zur meditation zählen

  7. #7
    Benutzerbild von falky
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    Meditationen können ziemlich vielfältig sein:
    Normalerweise dizzt man sich ja mehr oder weniger selber wenn man was verrissen hat, man kann sich aber auch vorstellen wie du von Mitgefühl(nach dem Motto "bin auch nurn mensch") durchströmt wirst. Du hast dich selber wieder lieb --> fühlst dich besser. Oder halt klassische Konzentrationsübungen.
    Legst dich hin und fängst an deine Atemzüge zu zählen oder einfach die selbigen zu beobachten. Das ganze hat viele psychologisch und pysologische positive Folgen. Meditierende werden bedeutung weniger krank, bekommen seltener Krebs, sind innerlich ausgeglichener etc...
    Beim Meditieren entsteht dann ein Gefühl, Flow genannt, es fühlt sich einfach glücklich und gesund an. Schwer zu beschreiben, einfach selber probieren. Das Ganze lässt sich schwer beschreiben, einfach ausprobieren, google dürfte genügend ausspucken!
    Buchempfehlung:
    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...936755-3530926
    Sehr gelungenes Buch, geht sogar ungewöhnlich tief :]


  8. #8
    kwasi
    Gast
    Original erstellt von EviLsEyE

    passiert mir aber auch manchmal..
    Das kommt bei mir aber irgendwann automatisch - so als wär ich in Trance.. Gott sei Dank guckt dann niemand zu
    Aus meiner Sicht wirkt dieser "Tanz" dann wie Tai-Chi usw.. eben diese flüssigen Kampfsport-Bewegungen
    Entspannt aber enorm - kann ich nur empfehlen

    Genau so! Ich kämpfe dann immer gegen imaginäre Gegner, verkörpert durch den Fernsehsessel.
    Aber echt, zum Glück guckt mir dabei niemand zu, das muss krank aussehen. <;

    Ich verbinde das meinstens mit Krafttraining, nehme dann meine Hanteln mit runter... macht Spaß.


  9. #9
    jim3
    Gast
    ich geh regelmässig in die sauna

    aber meditation an sich würde mich auch interessieren

    Original erstellt von uA|falky

    Am besten man kauft sich halt ein Buch, z.B. "Meditation für Dummies".
    scheintst den tipp ja ernst zu meinen
    werde mir das buch wahrscheinlich mal besorgen

  10. #10
    Super Moderator Benutzerbild von EviLsEyE
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    Original erstellt von e/c
    ich geh regelmässig in die sauna
    Wird bei Euch (bor, ich hab jetzt fast geschrieben "wird bei Ihnen..?" ) Männlein und Weiblein getrennt?
    Bei uns nicht.. Das find ich bei Sauna so geil

    Aber ich bin doch eher der Dampfbad-Freak.. hilft bei meinen Verspannungen zumindest mehr als Sauna :/

    ps: Deine Sig ownt


  11. #11
    Benutzerbild von falky
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    hmm, kannst du dich dann auch immer beherrschen ?

    Saune oder dergleichen würd ich nackidsch nich gehn ;P
    Aber Dampfbad ist nice :]

  12. #12
    Benutzerbild von suresh0t
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    ah ein ausgezeichnetes topic! das chillout forum gefällt mir immer mehr

    also ich habe mir auch ein buch gekauft zu zen irgendwas =) irgendwie konnte ich aber nichts damit anfangen.

    ich habe aber so immer mal wieder versucht informationen darüber zu finden. und würde auch gerne mit so etwas anfangen.

  13. #13
    Benutzerbild von drluv
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    drluv
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    mache AutogenesTraining, früher ziemlich oft wegen Abistress, aber mitlerweile fast garnicht mehr. ich denke aber sobald ich im Studium bin, wird das anders aussehen

    gibts auch 1A VHS Kurse dazu, und sehr gute Bücher, habe meine allerdings an nen Kollegen verschenkt...

    es gibt nur ein MC: adrock - mca - mikeD
    Oh, schnell

  14. #14
    Benutzerbild von suresh0t
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    @drluv:

    genau das ist auch mein ziel -> stressbewältigung

    hast du gute erfahrungen damit gemacht? ging das wirklich. berichte doch mal ein wenig.

    €:
    ich will das auch nutzen um meine leistungen im sport zu erhöhen. geht das? kann man es für sowas nutzen?

  15. #15
    kwasi
    Gast
    @#27 aka sur3_sh0t: Zen (jap.) ist eine weiterführende Form des Buddhismus und bedeutet zu Deutsch soviel wie "Versenkung", "Meditation" oder "Konzentration". Das Ziel des Zen ist zu erkennen, dass es zwischen dem Absoluten und der Scheinwelt keine Trennung gibt. Dafür gibt es 2 verschiedene Schulen unterschiedlicher Methoden, aber ich will hier jetzt keinen Vortrag über den Zen-Buddhismus halten.

    Ein Axiom des Zen-Buddhismus gefällt mir sehr! Es lautet: "Die wissen reden nicht, und die reden wissen nicht.


    [just for information]

  16. #16
    Benutzerbild von suresh0t
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    du hast mir jetzt mehr klargemacht als ich aus dem ganzen buch erschliessen konnte

  17. #17
    jim3
    Gast
    Original erstellt von uA|falky
    Saune oder dergleichen würd ich nackidsch nich gehn ;P
    [/B]
    lol? du gehst nich inne sauna weil du n problem damit hast nackig rumzulaufen???
    mach dich mal locker man!!

  18. #18
    Django3
    Gast
    gibt ja tausend wege zu meditieren; kerze, mandala, drittes auge oder irgendein punkt anstarren, mantras intonieren, beten, sport, zeichnen/schreiben ( imo meditiert jedes "genie" während es seine kunstwerke erschafft )tanzen, ficken usw.....


    also was ich immer unter meditation verstanden habe, war eigentlich das abstellen des inneren monologes und einkehr von stille, frieden, entspannung.
    dazu eine kurze "Definitionen" die mir persönlich gut gefällt:

    Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben ( von Sogyal Rinpoche ):

    Schüler: Wie soll ich meditieren?
    Meister: Wenn ein Gedanke aufghört hat und ein anderer noch nicht entstanden ist, gibt es da nicht eine Lücke?
    Schüler: Ja
    Meister Nun gut, verlängere sie das ist Meditation


    selber hab ich ca 1 jahr autogenes training gemacht, immer vorm pennen, und versuch grade wieder anzufangen, is echt ne coole sache und wirkt auch effektiv und schnell
    Sowie ichs verstanden hab war nach dem 1teil ,der entspannung, dann im 2teil wichtig eine tiefere Verbindung zum Unbewussten herzustellen und per autosuggestion tiefere komplexe selbst behandeln zu können

    yoga, besser körperstellungen, mach ich so 1 jahr wieder nach langer pause, echt ein effektives tool für muskulatur, wirbelsäule...

  19. #19
    knoo
    Gast
    Mann, das Topic hat voll meinen Nerv getroffen.
    Bin grad im Moment in so ner Phase, wo mir echt alles quer läuft... mir kommts vor, als geht alles schief und ich kann nichts mehr bewältigen... kurz: Ich kom mit mir selbst nicht mehr richtig klar...

    Meditation scheitn da echt ne gute Sache zu sein... hab mir das "Meditation für Dummies" mal bestellt, bin mal schwer gespannt!

    Danke schonmal @ all für den Stein des Anstoßes!

  20. #20
    xander16
    Gast
    Hey Leute,lässiges Topic.

    Wie schaut es denn nun mit dem Buch "Meditation für Dummies" aus? Welche Arten der Meditation werden darin beschrieben?

    Gibts auch empfehlenswerte Bücher die rein das Thema "Autogenes Training" behandeln?

  21. #21
    AZraEL|jitd
    Gast
    Hab das buch auch. es beschreibt eigentlich alle mediationsformen, geht aber besonders auf die aufmerksamkeitsmeditation (konzentrieren auf den atem) ein. die anderen formen werden nur kurz angesprochen. aber alles was vermittelt wird, sollte sich auch ohne probleme auf andere meditationsformen übertragen lassen.

  22. #22
    Benutzerbild von brainpulse
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    Hatte mal vor jahren, über 3 Monate meditiert. Ist auch ne Übungssache.

    Wenn man "richtig" meditiert hat (keine Musik, keine äusseren einflüsse etc), dann fühlt man sich als "ein Teil des ganzen". Man sieht seine Umwelt viel klarer und akzeptiert alles so wie es ist. Kein Mensch kann diesen Zustand wirklcih beschreiben. Man muss es erlebt haben.

    Seitdem habe ich mit dem meditieren aufgehört.

    Hier einige Tips Anfänger mit Kerze (wenn ihr fortgeschritten seid, könnt ihr dann auf die Kerze verzichten):

    - schaltet sämtliche Musik ab.
    - zündet eine Kerze an und konzentriert euren Blick auf die Kerze.
    - STellt euch vor, dass euer Gemüt so ruhig wie die Flamme ist.
    - Denkt an nichts (nicht krampfhaft versuchen an nichts zu denken!). Lasst eure Gedanken einfach vorbeiziehen
    - Nach ca 20 - 30 Minuten seid ihr dann in der Meditation drin
    - Vor dem Aufhören: paar minuten vor sich hinchillen und die inner Ruhe einfach auf sich wirken lassen...

    - Atmet beim meditieren mit der Nase tief in den Bauch ein und dann mit dem Mund wieder aus.
    - Euer "Schwerpunkt" liegt im Bauch.
    - Meditiert immer am gleichen Platz und immer zur gleichen zeit (Damit programmiert ihr euren Biorythmus dann besser auf die Enstspannungphasen ein)

    Meditiert 2-3 mal die Woche. Und ihr werdet dann nach ca 3 Monaten richtig meditieren können. Fortschritte lassen sich je nach Person nach mindestens 1-2 Monaten feststellen.


    Viel Spass

    BTW: Die geilste Location für ne Meditation ist in freier Natur unter einem Baum. Aber in freier NAtur zu meditieren würde ich den Anfängern nicht empfehlen, da die Vögel, Grillen etc für den anfang zu sehr ablenken könnten...

  23. #23
    xander16
    Gast
    So,ich hab mir jetzt ein Buch von G&U gekauft, welches das Thema Autogenes Training - Grundübungen beschreibt. Ist sehr zu empfehlen, bei Bedarf suche ich ISBN heraus

    Wer weiß,welche Übungen das Fortgeschrittene Autogene Training umfasst,bzw. ob diese wirklich so "gefährlich" sind??

    MFG CCoder

  24. #24
    ydrAh
    Gast
    moin,

    kannst mit viel Übung am Ende bei falschem Anwenden dir Herzrythmusstörungen etc. zuziehen. Ist aber sehr unwahrscheinlich, da du dafür sehr gut meditieren können musst. Aber um das zu können, erfährst du auch wie solche Nebenwirkungen vermeidest.

    Btw: Komme sehr gut mit at zurecht, bsp. nach 10min habe ich kalte Füße , Verspannungen etc "wegbekommen", es gibt mir auch mitlerweile mehr, 20 min. zu meditieren als 1h zu pennen.

    Bye

  25. #25
    Benutzerbild von GoddesS
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    MaddGoddesS
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    ich bin zu hippelig fürs meditieren. wie mein kumpel sagt "zuviel hummle im arsch" ich werd total ungeduldig bei sowas... meditieren sux
    "Look down at me and you see a fool. Look up at me and you see a god. Look straight at me and you see yourself."

  26. #26
    Benutzerbild von longhoishong
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    auch wenn das topic jetzt schon ziemlich alt ist, werd ich trotzdem nochmal was dazu sagen, vielleicht interessierts ja einige.

    Also ich für meinen Teil meditiere mehr oder weniger seit drei Jahren und richte mich dabei vorwiegend an den Herrn aus meiner Signatur. Das ist Taisen Deshimaru Roshi, einer der bekanntesten Zen-Meister und einer der Wegbereiter des Zen-Buddhismus in Europa.

    Erstmal ein paar Gedanken zum Thema Zen:
    In Japan gibt es drei verschiedene Schulen. Die größte von ihnen ist die Soto-zen shu, Rinzai und Obaku sind eher kleiner und nicht so häufig vertreten. Ich persönlich sehe mich eher als Anhänger der Soto-zen-shu, aber hier erstmal ein paar Unterscheidungsmerkmale.

    Rinzai-zen

    Wesentlich im Rinzai ist das Koan. Jeder Schüler bekommt von seinem Meister ein solches und wird von Zeit zu Zeit danach gefragt, ob er das Koan gelöst hat. Aber was ist ein Koan?
    Z.B "Klatsch" das ist das Geräusch, zweier Hände, aber was ist das Geräusch einer Hand? Oder: Wie sah dein Gesicht aus, bevor du geboren wurdest? Oder ganz anders: Die alte Musik hat keine Melodie.

    Es sind als irgendwelche paradoxen Sachen, mit denen der verstand nichts anfangen kann. Sie sind antiintellektuel, denn die Intelligenz kann einem hier nicht weiterhelfen. Man versucht das Koan zu lösen indem man es sich während der Meditation verinnerlicht und dabei alles andere vergisst. Der Körper ist weg, der Geist ist weg, nur noch das Koan und auf diese Weise lässt sich es lösen und es kommt zu "Kensho"
    einer spirituellen Erfahrung, die einen weiter zur Erleuchtung führt.

    Nun ein paar Worte zum Soto-zen: Hier gibt es keine Koans, stattdessen wird während der Meditation die Aufmerksamkeit auf den Atem und auf die Körperhaltung gelegt. Die Erleuchtung ist auch nicht mehr irgendwas, was stufenweise erreicht werden kann, wie im Rinzai, sondern die Erleuchtung ist da, während man meditiert, oder anders: indem man ZaZen praktiziert. Wichtig ist es, dass man sich beim meditieren kein Ziel setzt. Das ist auch eine Sache die Deshimaru immer wieder betont hat, dass man ohne Ziel, einfach im hier und jetzt sitzt, ohne sich irgendwas zu erhoffen. Wenn man dies wirklich schafft, also ohne Zielvorstellung zu sitzen, dann nennt man dies Shinkantaza und das ist ZaZen in seiner reinsten Form. Es kommt hierbei auch nie zu irgendwelchen besonderen spirituellen Erlebnissen. Man fühlt sich nicht plötzlich super glücklich und mit allem im reinen, sondern man wird einfach ruhiger und ruhiger und es geht, man kanns nicht oft genug sagen, nicht darum irgendwas zu erreichen.


    Das waren erstmal die Hauptunterscheidungsmerkmale zwischen den beiden Schulen, was ihnen aber gemeisam ist, im Gegensatzt zu anderen buddhistischen Schulen, ist, dass sie das Hauptaugenmerk auf die Meditation legen. In den Klöstern sind cirka vier Stunden täglich der Durchschnitt, während in den anderen buddhistischen Schulen, viel Wert auf das Textstudium, auf Sutrenrezitation, auf Rituale usw gelegt wird. Außerdem wichtig im Zen ist Samu, also körperliche Arbeit. Hier gehts auch wieder darum seine Konzentration zu stärken und sich in die Arbeit zu vertiefen, wodurch natürlich der Geist gestählert und das Ego ein wenig gezügelt wird.
    Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Einswerden mit dem Universum. Hierzu drei Zeilen von Meister Sosan:
    "Es ist nicht schwer, den WEG zu durchdringen,
    Doch muss man frei sein von Liebe und Hass,
    Von Neigung und Abneigung."

    Man versucht also die Gegensätze zu vereinen, Gleichmütig zu werden ... Außerdem neigen wir als Menschen immer dazu, uns getrennt, von unsere Umwelt zu sehen, aber die Grenzen sind fließend. Wenn du etwas isst, wann ist es dann Teil von dir, und wann wieder nicht? Naja istn schwieriges oder eigentlich doch ganz einfaches Thema, aber ich glaube ich kanns nicht so gut vermitteln und verweise dann mal gleich auf ein paar empfehlenswerte Bücher.


    Noch ein paar Ratschläge zur Haltung: Also ich persönlich finde es fast unentbehrlich, sich den halben oder vollen Lotussitzt anzueignen, da andere Sitzhaltungen eher unstabil sind und man wakelt leicht hin und her. Im Lotussitz, sitzt man wie ein Berg und somit kann man sich auch leichter auf den Atem konzentrieren. Hier gibts ne kurze Einführung:

    http://www.matayoshi-kobudo.de/Esoterik/ZaZen.htm

    Sonstige Links:

    http://www.kirchameck.de/LasalleZen.htm
    http://www.dogen-zen.de/

    Bücherempfehlungen:

    Zur Einführung fand ich dieses Buch echt klasse:
    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...860646-8246425

    Da wird das Thema wirklich sehr schön erklärt und der Mann hat auch Ahnung von dem was er schreibt. Sein Meister war
    ein Zen-Anhänger und das schimmert dann natürlich ein wenig mit durch.

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...860646-8246425

    Auch recht gut für den Einstieg, war auch eines meiner ersten Bücher zum Thema Zen und ich finde Deshimaru hat eine sehr "eindringliche" Art sich auszudrücken.

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...860646-8246425

    Hat mir auch sehr gut gefallen. Aus dem Buch stammt unter anderem, das oben genannte Koan von Meister Sosan, welches hier mit noch zahlreichen anderen, von Deshimaru kommentiert wird.

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...860646-8246425

    kann ich auch sehr empfehlen. Ein Zen-Nonne schildert ihre Erfahrungen und beschreibt dabei, wie sich Zen im Alltag verhällt. Auch ziemlich liebevoll beschrieben, wie ich finde.

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...860646-8246425

    fand ich auch sehr schön. Total einfach gehalten und dabei doch so tiefgründig.

    Die sollten jetzt erstmal reichen.

    Sollte jemand noch irgendwelche Fragen haben, würde es mich freuen, wenn er sich melden würde.

    »Zen studieren bedeutet, sich selbst studieren.
    Sich selbst studieren bedeutet, sich selbst vergessen.
    Sich selbst vergessen bedeutet,in Harmonie zu sein mit allem, was uns umgibt.«
    Meister Dogen (1200 - 1253)

  27. #27
    Benutzerbild von Scuzzle a Bud
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    also nachdem ich das als Japan-Insider und -Fan jetzt mal gelesen habe, habe ich versucht, mich in diesen Lotus-Sitz zu setzen. Ich habe schon einige Male versucht, zu meditieren, ob mit Konzentration auf eine bestimmte Sache oder ohne, ob mit Ziel oder ohne. Aber eins muss ich sagen: Dieser vollständige Lotussitz ist weder für einen normalen Menschen ausführbar noch in irgendeiner Art und Weise bequem. Ich hab mir fast beide Beine gebrochen, bis ich endlich annähernd so saß, wie der Typ auf dem Bild und das hat hinterher dermaßen geschmerzt, dass ich doch lieber im Liegen meditiere. Ich liege wie ein Berg, das reicht mir aus. Tut mir Leid, aber was da beschrieben ist, halte ich selbst nach allem, was ich bisher gesehen habe, für unmöglich.

    Und jetzt komm mir nicht auf die Yoda-Tour:
    "Darum....darum versagst Du"

    Blah
    :::: Du sollst #behave joinen! Denn wir sind zurück! ::::

    LoL meing einer Arm is Selerye un meing eines Being Petrik Daffy vong 1 Korperbau her!

  28. #28
    Gast
    Gast
    ich hab von einer indischen meditationsart gehört die einen über bestimmte atem techniken in einen lsd ähnlichen zustand versetzen kann... nur leider kenn ich den namen nicht oder wie man das anstellt
    würde das gern mal probieren

    €: hab da was gefunden: http://www.walchnet.de/5_files/3_pub...sychologie.pdf

    nennt sich "Holotropes Atmen"

  29. #29
    linc
    Gast
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    Wenn ich meditieren, dann beschränke ich mich meistens mit Atemzuügezählen (war schonmal bei 1000) oder Konzentration auf Körper oder einfache imaginäre Formen :]
    Was macht ihr so, betreibt ihr Meditation, autogenes Training oder ähnliche Sachen und was macht ihr da genau?
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    sry aber das keine Meditation. Wenn man sich selbst zwingt, sich in etwas zu vertiefen, wird es nie klappen. Man darf nicht mit aktiver Absicht an die Sache rangehen, sondern alles um sich vergessen (nix zählen etc) und an nichts denken. Eine gewisse akustische Regelmäßigkeit hilft bei dem "Wegfliegen"

  30. #30
    xander16
    Gast
    Original erstellt von linc


    sry aber das keine Meditation. Wenn man sich selbst zwingt, sich in etwas zu vertiefen, wird es nie klappen. Man darf nicht mit aktiver Absicht an die Sache rangehen, sondern alles um sich vergessen (nix zählen etc) und an nichts denken. Eine gewisse akustische Regelmäßigkeit hilft bei dem "Wegfliegen"
    das ist aber extrem schwer, vor allem am anfang, sich einfach hinzusetzten, und überhaupt gar nix zu denken

    MFG CCoder

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