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Thema: BSD vs. Linux

  1. #1
    Benutzerbild von Aequilibrium2
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    BSD vs. Linux

    Was sind die Unterschiede zwischen BSD und Linux, was die Gemeinsamkeiten? Sind z. B. die Befehle für die Shell in Linux auch für BSD gültig? Und was sind die Unterschiede zwischen den BSD-Systemen FreeBSD, OpenBSD, NetBSD und Dragonfly? Was kann man mit den Systemen anstellen? FreeBSD soll ja sehr auf Serverfunktionalität getrimmt sein, aber kann man damit z. B. auch Bilder bearbeiten, Videos anschauen, Musik hören, Spiele zocken?


  2. #2
    Benutzerbild von 3nitroN
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    auch wenn ich nicht gern in eigenen posts lediglich auf externe quellen verweise, aber ich glaube einen relativ umfangreichen überblick über die BSDs kannst du dir schonmal bei wikipedia anlesen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Berkele...e_Distribution
    http://de.wikipedia.org/wiki/FreeBSD
    http://de.wikipedia.org/wiki/OpenBSD
    http://de.wikipedia.org/wiki/NetBSD
    http://de.wikipedia.org/wiki/Darwin_...riebssystem%29

    grundlegender unterschied ist eben, dass die BSDs systeme aus einem guss sind, während linux ja grundsätzlich nur der kernel ist, um den eine distribution gestrickt wird.
    shell-befehle sind relativ ähnlich, wobei allerdings darauf zu achten ist, dass im linux-bereich standardmäßig die bash genommen wird, wären freebsd auf eine andere setzt (csh?), wodurch sich natürlich unterschiede ergeben.

    tiefer will ich mal nicht vordringen, da ich sonst vielleicht durch ungenaue beschreibungen von dingen wie jails oder mandatory access controls nur verwirrung stifte
    "Design is not just what it looks like and feels like. Design is how it works." 

  3. #3
    cirad
    Gast
    > Was sind die Unterschiede zwischen BSD und Linux,
    > was die Gemeinsamkeiten?

    http://www.over-yonder.net/~fullermd...bsd4linux1.php
    http://www.de.freebsd.org/doc/de_DE....ook/index.html

    > FreeBSD soll ja sehr auf Serverfunktionalität getrimmt
    > sein, aber kann man damit z. B. auch Bilder bearbeiten,
    > Videos anschauen, Musik hören, Spiele zocken?

    Ja wieso nicht? Installierst dir beispielsweise KDE, Gimp, mplayer und xmms und dann geht das. (: Zumal ich beispielsweise die Hardwareinstallation wie TV-Karten oder Soundkarten gegenüber dem 2.4er Linux (2.6 kenne ich nicht) wesentlich einfacher finde - wenn sie denn unterstützt werden. Die Bandbreite ist unter Linux größer. Zu jedem Kernelmodul und Treiber existiert zumindest in FBSD aber eine Manpage, so daß man einfach nachgucken oder suchen lassen kann, was wovon unterstützt wird.

    > Sind z. B. die Befehle für die Shell in Linux auch
    > für BSD gültig?

    Überwiegend oder sie sind sehr ähnlich, wie bei Unix nunmal üblich (und da BSD vom Urunix abstammt und Linux Unix-ähnlich ist ...). Die BSDs halten sich bei Parametern beispielsweise eher an POSIX und die Tools sind stellenweise nicht so aufgebläht, so hat das fbsd-ls beispielsweise keine Option, um Dateien nach ihrer Größe zu sortieren. Dazu muß man in sort pipen. Oder das fbsd-ls kennt einen Parameter -o, der die Flags einer Datei anzeigt (nur anfügen, nicht löschbar, nicht modifizierbar, etc.). Oder find hat Parameter um auch Flags und ACLs mit in die Dateisuche mit einzubeziehen. Oder das ps ist wesentlich aufgeräumter und kennt nicht dieses Parameterchaos wie unter Linux. fsck hat beispielsweise zusätzliche Parameter für das Background-fsck und ähnliches. Abgesehen von solchen Feinheiten hast du überwiegend die gleichen Tools und die "Standardparameter" für "Standardfunktionen" sind auch gleich. Nen Ford zu fahren ist von der Bedienung her auch sehr ähnlich zum VW-fahren. Jeder, der unter Linux mit den GNU-Tools zurecht kommt, wird auch FBSD sofort bedienen können.

    Davon abgesehen kannst du aber die GNU-Tools installieren, welche dann beispielsweise unter gsort, gls, gtar, gsplit, gstat, gsync etc. verfügbar sind. Die Manpages dazu existieren ebenfalls unter diesen Namen.

  4. #4
    cirad
    Gast
    > wären freebsd auf eine andere setzt (csh?), wodurch sich
    > natürlich unterschiede ergeben.

    sh und csh/tcsh sind per Default installiert.

    cd /usr/ports/shells/bash
    make install

    Oder man nimmt gleich die ZSH. *werb*

  5. #5
    Benutzerbild von stingray2
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    ich hatte mal mit openbsd rumexperimentiert und wurde dabei mit der ksh aka kornshell konfrontiert.

  6. #6
    Benutzerbild von Aequilibrium2
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    Hab jetzt mal angefangen rumzulesen und ne Frage:
    Was stört Matt Dillon an dem neuen Kernel-Threading und SMP von FreeBSD v5.3 so sehr, dass er gleich ne eigene BSD-Distri macht?

    Noch ne Frage zu dem Port-System: Es scheint ja ein paar Anwendungen, wie z. B. KDE und Mozilla auch speziell für FreeBSD zu geben, allerdings hinken da die Versionen etwas hinterher. Wie is das beim Portieren, nimmt man da einfach eine Version des Programms die für irgendeine Linux-Distri geschrieben wurde und portiert die dann? Spielt es dabei eine Rolle für welche Linux-Distri das zu portierende Programm ist? Geht das auch mit Bin´s oder muss alles kompiliert werden? Laufen die portierten Programme genauso wie die, die gleich für FreeBSD geschrieben wurden? Oder hat man da Einbußen hinzunehmen?

    Dinge wie drucken, scannen, TV-Karten und Webcams scheint man mit FreeBSD vergessen zu können, zumindest lt. c´t-Artikel. Wobei es zumindest beim Drucken auch bei Linux düster aussieht (was Tintenstrahler angeht).

    Kann man die Bash (wie sie z. B. in Suse enthalten ist) auch mit FreeBSD nutzen? Gelten dann dieselben Befehle?

  7. #7
    edgewalker
    Gast
    Original erstellt von Langzeitarbeitsloser
    Wie is das beim Portieren, nimmt man da einfach eine Version des Programms die für irgendeine Linux-Distri geschrieben wurde und portiert die dann? Spielt es dabei eine Rolle für welche Linux-Distri das zu portierende Programm ist?
    Man nimmt die Sourcen. Seit wann werden Programme speziell für einzelne Distros geschrieben?

    Geht das auch mit Bin´s oder muss alles kompiliert werden?
    ESINNFREI
    Bitte Frage ausführlicher nochmal stellen.

    Laufen die portierten Programme genauso wie die, die gleich für FreeBSD geschrieben wurden?
    Nein, dafür werden sie doch portiert.

    Du scheinst nicht zu verstehen, wo der Quellcode aufhört und die Pakete anfangen.

    Dinge wie drucken, scannen, TV-Karten und Webcams scheint man mit FreeBSD vergessen zu können
    Für FreeBSD gibt es das gleiche Ghostscript+Treiber wie für Linux und das gleiche SANE wie für Linux. Webcams kannst du unter Linux vergessen. Bei TV-Karten weiss ich nicht, wie unterschiedlich die Unterstützung ist.

    Kann man die Bash (wie sie z. B. in Suse enthalten ist) auch mit FreeBSD nutzen?
    Warum sollte man das nicht?

    Gelten dann dieselben Befehle?
    Die bash-Syntax ist selbstredend gleich, ob die externen aufgerufenen Programme gleich sind ist eine andere Frage.

  8. #8
    Benutzerbild von Aequilibrium2
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    Man nimmt die Sourcen. Seit wann werden Programme speziell für einzelne Distros geschrieben?
    Hab mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Ich meinte ob man z. B. ein bereits fertig kompiliertes KDE (von KDE gibt es ja für einige Distris extra Pakete) für Suse portieren kann. Das meinte ich auch damit ob man fertige Pakete zum Portieren nehmen kann oder ob es immer der Sourcecode ist, der zum Portieren (und natürlich auch kompilieren) genommen wird.

    Nein, dafür werden sie doch portiert.

    Du scheinst nicht zu verstehen, wo der Quellcode aufhört und die Pakete anfangen.
    ?! Vor allem versteh ich nicht was du jetzt meinst.

    Für FreeBSD gibt es das gleiche Ghostscript+Treiber wie für Linux und das gleiche SANE wie für Linux.
    Nun, bis jetzt habe ich immer nur gelesen, dass die Qualität der Ausdrucke von Tintenstrahldruckern (wenn man sie denn zum laufen bekommt) unter Linux stets hinter der von Windows gewohnten Qualität hinterherhinkt.

    Die bash-Syntax ist selbstredend gleich, ob die externen aufgerufenen Programme gleich sind ist eine andere Frage.
    Zählen dann alle Befehle als externes Programm, also z. B. ls (z. B. unter einer Linux-Distri)?
    Denn wenn Befehle sowieso externe Programme sind, hat es bei einem Neuenstieg keinen Sinn, die Bash zu installieren wenn die Befehle anders bleiben.

  9. #9
    cirad
    Gast
    > Es scheint ja ein paar Anwendungen, wie z. B. KDE und
    > Mozilla auch speziell für FreeBSD zu geben, allerdings
    > hinken da die Versionen etwas hinterher.


    Tun sie das? Ist mir so noch nie aufgefallen.

    > Wie is das beim Portieren, nimmt man da einfach eine
    > Version des Programms die für irgendeine Linux-Distri
    > geschrieben wurde und portiert die dann?


    Normalerweise ist sowas ja relativ portabel und wird nicht für Linux, sondern Unix/Unices geschrieben. Sprich, du kompilierst es einfach anstatt unter Linux unter FBSD.

    Allerdings gibt es da dann doch ein paar Dinge zu beachten. Beispielsweise gibt es extra Patches, weil Rechte unsinnige gesetzt sind (oder zumindest so, wie man sie unter FBSD nicht haben möchte). Oder irgendwo gibt es fest angegebene Pfadangaben (/bin/bash) die gefixt werden müssen. Bzw. kann das auch in die Tiefe gehen, wo mehrere Zeilen kompletten Codes ausgetauscht wird.

    > Geht das auch mit Bin´s oder muss alles kompiliert werden?

    Unter den oben angegebenen Links hättest du etwas von einem Emulations-Layer finden sollen ...

    > Laufen die portierten Programme genauso wie die, die
    > gleich für FreeBSD geschrieben wurden? Oder hat man da
    > Einbußen hinzunehmen?


    Äh!? Hä?

    > Dinge wie drucken, scannen, TV-Karten und Webcams scheint
    > man mit FreeBSD vergessen zu können, zumindest lt.
    > c´t-Artikel.


    -) Meine TV-Karte war unter FBSD wesentlich einfacher in Betrieb zu nehmen. Reinstecken, TV gucken.
    -) Meine Onboard-Soundkarte, die ich eigentlich nicht nutze, läuft unter FBSD sofort, unter Linux will sie einfach nicht.
    -) Drucker und Scanner haben doch meist Userland-Treiber und damit sollten doch die selben wie unter Linux unterstützt werden?

    Ansonsten habe ich dazu doch im ersten Post schon etwas geschrieben. Liest du das eigentlich?

    > Kann man die Bash (wie sie z. B. in Suse enthalten ist)
    > auch mit FreeBSD nutzen? Gelten dann dieselben Befehle?


    Noch so eine Frage, und der Thread ist dicht. Nicht nur Fragen stellen, sondern auch die Antworten lesen. Danke. (Jups, ich bin gereizt.)


    > Hab mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Ich meinte ob man z. B. ein bereits fertig kompiliertes KDE (von KDE gibt es ja für einige Distris extra Pakete) für Suse portieren kann. Das meinte ich auch damit ob man fertige Pakete zum Portieren nehmen kann oder ob es immer der Sourcecode ist, der zum Portieren (und natürlich auch kompilieren) genommen wird.

    Was willst du sonst portieren, außer die Sourcen?

    >> Du scheinst nicht zu verstehen, wo der Quellcode aufhört und die Pakete anfangen.
    > ?! Vor allem versteh ich nicht was du jetzt meinst.


    Offensichtlich. Portiert werden Sourcen, aus denen du Binaries erzeugst, so wie du sie von RPMs von SuSE oder Mandrake oder sonstwas kennst. Die Linux-Binaries kannst du höchsten emuliert laufen laufen lassen, übrigens unter FBSD ohne Einbußen an Geschwindigkeit. Aber wozu, wenn es die auch nativ für FBSD gibt?

    > Zählen dann alle Befehle als externes Programm, also z. B. ls (z. B. unter einer Linux-Distri)?

    Ich verstehe die Frage nicht. Es zählen all die Befehle als "extern", die "extern" sind. "type befehl" sollte dir sagen, woher der Befehl stammt, also ob es ein Shell-Builtin ist oder ein "externer" Befehl. Für manche Dinge gibt es auch ein Builtin und ein extra Binary, beispielsweise für time. Hat die Shell nen Builtin für time (wie die Bash), wird das Builtin genommen, ansonsten eben nicht. FBSD hat mehr "externe Befehle" als man unter GNU/Linux findet, falls du das wissen wolltest.

  10. #10
    Benutzerbild von z0rd
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    Du scheinst nicht zu verstehen, wo der Quellcode aufhört und die Pakete anfangen.
    ?! Vor allem versteh ich nicht was du jetzt meinst.
    ein paket ist ein fertig kompiliertes programm (evtl für eine bestimmte distri).
    der source ist das, woraus die pakete erstellt werden...


    Zählen dann alle Befehle als externes Programm, also z. B. ls (z. B. unter einer Linux-Distri)?[/B]
    ja
    alle deine "befehle" sind programme, die irgendwo in deinem path abgelegt sind.

  11. #11
    edgewalker
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    Original erstellt von Langzeitarbeitsloser
    Zählen dann alle Befehle als externes Programm, also z. B. ls (z. B. unter einer Linux-Distri)?
    So gut wie.

    Denn wenn Befehle sowieso externe Programme sind, hat es bei einem Neuenstieg keinen Sinn, die Bash zu installieren wenn die Befehle anders bleiben.
    Das kannst du halten wie du willst. Die Shell-Syntax wirkt sich deutlicher aus, als du vielleicht annimmst. Natürlich kannst du eine gewisse Umgewöhnung nicht vermeiden; ob du dir dann gleichzeitig auch gleich noch eine Umgewöhnung in der Shell-Syntax aufbürden willst, ist deine Sache. Die Unterschiede sind sowieso alle nicht gerade riesig; nur sehr viele Feinheiten.

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