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  1. #1
    Benutzerbild von brainpulse
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    [Kritik] Booklet



    Booklet zum download:
    http://rapidshare.de/files/26232013/Doku.pdf.html

    Um diese Arbeit und die Ideen besser nachvollziehen zu können, bitte auch mal hier reinschauen:
    http://img148.imageshack.us/img148/5954/gimmikswe9.jpg

    Zum Booklet:
    Es handelt sich hierbei um die Dokumentation der Corporate Design Arbeit. Das Booklet wurde nach folgender Überlegung heraus gestaltet: Bei Semesteraustellungen, habe ich gemerkt, dass Booklets nie wirklich durchgelesen werden. Vielmehr wird nur mal schnell drin rumgeblättert. Aus dieser Beobachtung heraus, gestaltete ich ein Booklet, das primär auf aktivierende Typografie setzt. Es herrscht keine Einheitlichkeit. Jedes Kapitel kann wieder anders gesetzt sein.
    Das Booklet sollte, ohne das man den ganzen Schmarn durchliest, alleine schon durch das durchblättern, die idee und die Kommunikationsziele meines Corporate designs veranschaulichen.

    Die Art und weise, wie ich die Typografie einsetzte, sollte den Betrachter in den Bann ziehen. Zudem sollte das ganze durch ideen und spielereien verstärkt werden.

    Machmal setzte ich große Lettern ein. Manchmal auch wieder ganz klein auf einer ganzen Seite um subtil die Botschaften zu kommunizieren.

    Jede idee sollte grosszügig auf einer ganzen Seite ihre Aufmerksamkeit erhalten. Nach möglichkeit versuchte ich durch das Format, jede Idee so hoch auf einen einzigen Punkt zu verdichten, die durch das Format eine grosszügige Präsenz erhält und nochmal verstärkt wird.

    Die letzte Seite ist typografischer Schrott. Aber ich habe es trotzdem gemacht, weil ich es auf den ersten Blick ganz interessant fand.


  2. #2
    Benutzerbild von earl
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    ööhm gegen DAS Sommerloch? :P
    Ansonsten sehr schick und umfangreich gestaltet, die Lochungen zum durchgucken sind auch gut eingesetzt, macht denk ich mal richtig spaß das Teil durchzublättern und -lesen.
    Sonst weisst ja dass ichs wirklich gut find.

    Aber:
    Seite 21 und 22 hast du vergessen die Papierfarbe reinzumachen oder?
    Die Linien auf Seite 20 find ich bisl verwirrend, irgendwie kann ich da nicht so wirklich die Info über das Raster rausfinden.
    Seite 19, also der Geschäftsbrief, ich würde mich an die Randspalte halten und die Anschrift von Radio M oben über die Telefonnummer etc. setzen.
    Seite 10 und Seite 14 sind irgendwie auch nicht mit nem einheitlichen Raster gemacht oder?
    Also die 3 und der Titel sitzen tiefer, bzw. der Titel ist mittig der Zahl.
    Die Textspalte ist diesmal halt zweispaltig, auch eingerückt.
    Würd ich evtl vorne bei den anderen Texten auch angleichen.
    Generell würd ich vorher nen Satzspiegel und Gestaltungsraster anlegen, macht vieles einfacher und es wirkt halt irgendwie besser und durchgängiger.

    Seite 16 dementsprechend auch.
    Immer im Vorneherein mit Head-, Subline anlegen, dann kommst nachhert nicht in die Bredouille.

    Die letzte Seite evtl mit nem Bild auflockern und den Text dann auf zwei Seiten verteilen, so angehäufter Text schreckt immer bisl ab, du hast z.B. das Plakat noch garnicht in dem Booklet gezeigt.

    Abschliessend:
    supi Arbeit!
    kommst auf hobslan? dann kannst evtl mal den Druck mitbringen oder?
    gruß
    moritz
    Horton hears domestic violence in the next appartment and doesn't call 911.

  3. #3
    Benutzerbild von brainpulse
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    Original geschrieben von earl
    Seite 21 und 22 hast du vergessen die Papierfarbe reinzumachen oder?
    Schau mal auf den gimmik shots Diese Seite wurde auf dem Linienbetonten Wasserzeichen Blatt gedruckt. Darum auch das Foto mit "Fühle die Frequenz" um es zu veranschaulichen. Dieses Blatt ist pur Weiss. Das sollte sich lediglich im PDF nur simulierend darstellen. Ok, kommt auf den Gimmik shots nicht so gut rüber. Aber bei den CDs sieht man, dass es weiss ist.

    Original geschrieben von earl
    Die Linien auf Seite 20 find ich bisl verwirrend, irgendwie kann ich da nicht so wirklich die Info über das Raster rausfinden.
    Schaue dir das Rastersystem nochmal genau an. Das ist vielleicht das geilste (durchdachteste) Raster das ich je an einer Visitenkarte angewendet habe

    Original geschrieben von earl
    Seite 19, also der Geschäftsbrief, ich würde mich an die Randspalte halten und die Anschrift von Radio M oben über die Telefonnummer etc. setzen.
    Also der Geschäftsbrief an sich, sieht ja schon tod öde aus. Extrem standard. Nach deinem Vorschlag würde vielleicht tatsächlich noch mehr kompositorische Spannung in den Brief reinkommen - aber seien wir mal ehrlich: Jetzt auch noch anzufangen, das ganze von oben bis unten, die Adressen auf einer linie runterzuleiern - noch standardmässiger (langweiliger) gehts wohl nimmer

    Aber es steckt tatsächlich auch ne Idee dahinter. Schaue dir mal die Visitenkarten an. Genau das gleiche Adress-Layout wie bei dem Adressfeld im Briefpapier :> Und diese Einheitlichkeit wollte ich bewahren.

    Überhaupt ist auch meine Lösung nicht die beste finde ich. Ich würde auch nicht mehr die Adresse so direkt unter dem Logo setzen. Das stört. Hier staucht sich einfach zu viel Grauwert in dieser Ecke. würd ich in Zukunft nicht mehr machen bzw. anders lösen....

    Original geschrieben von earl
    Seite 10 und Seite 14 sind irgendwie auch nicht mit nem einheitlichen Raster gemacht oder?
    Also die 3 und der Titel sitzen tiefer, bzw. der Titel ist mittig der Zahl.
    Die Textspalte ist diesmal halt zweispaltig, auch eingerückt.
    Würd ich evtl vorne bei den anderen Texten auch angleichen.
    Generell würd ich vorher nen Satzspiegel und Gestaltungsraster anlegen, macht vieles einfacher und es wirkt halt irgendwie besser und durchgängiger.
    Seite 16 dementsprechend auch.
    Immer im Vorneherein mit Head-, Subline anlegen, dann kommst nachhert nicht in die Bredouille.
    Es gibt bereits ein einheitliches Raster über das komplette PDF. Allerdings habe ich bereits im Anfangspost betont, dass ich auf aktivierende Typografie setzte und jede seite anders aussehen kann.
    Nach der Definiton aus dem Buch "Lesetypografie" von Hans Peter Willberg, besagt die aktivierende Typografie, dass auffallen eher die primären ziele dieser Art von Typografie darstellt. Einheitlichkeit ist eher zweitrangig.

    STOP! Natürlich ist es sinnvoll, wie du bereits sagtest, auch bei Variationen in einem einheitlichen Raster zu arbeiten.

    Aber es geht nicht darum, ob ein Satzspiegel oder sonst irgendwelche headlines pipsmilimetergenau in einem einheitlichen Raster passt. Kein Leser der mal durchblätter achtet darauf. Es ist der optische Eindruck auf die der Leser am ehesten reagiert. Manchmal muss ich halt nen optischen Ausgleich schaffen, weil die optik geht vor.

    Die Seiten sollen "wirken". Und wenn eine Headline ausserhalb des Rasters 10mal besser wirkt, zack, reingeklatscht ! Und nicht immer alles Raster, Raster, Raster. Das folgende Zitat von David Carson (ja lol, ich weiss, sry, dass ich jetzt mit dem kommen muss ) sollte ein Designstudent zwar nur mit Vorbehalt aufnehmen, aber er sagte mal: "Versucht nicht immer in Rastern zu denken. Ihr solltet auch mehr euren Instinkten vertrauen"

    Ich denke, das trifft den Gedanken über die Gestaltung meines Booklets wohl noch am ehesten.

    Es ist ja nicht so, dass ich keien einheitlichen Layouts gestalten könnte


    Original geschrieben von earl
    Die letzte Seite evtl mit nem Bild auflockern und den Text dann auf zwei Seiten verteilen, so angehäufter Text schreckt immer bisl ab, du hast z.B. das Plakat noch garnicht in dem Booklet gezeigt.
    Da haste durchaus Recht. Die letzte seite, da gab ich mir nicht so die mühe. Hab einfach mal was hingeknallt bzw. experimentiert.
    Und wegen dem Plakat - naja es gab einige gründe, weshalb ich es nicht reingemacht hab. Aber das tut nichts zur Sache. Egal :>

  4. #4
    Benutzerbild von karn
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    Zum Thema Raster darf ich euch "Making and Breaking the Grid - A Graphic Design Layout Workshop" empfehlen. Das Buch gliedert sich in einen historischen Teil (Geschichte des Grids, verschiedene Epochen), einen Teil über Grid konstruktion (Making the Grid) und einen Teil über Grid dekonstruktion (Breaking the Grid)

    Lesenswert!
    Zitat Zitat von rund Beitrag anzeigen
    Experimentieren ist Wissen, Wissen ist Macht. Und Macht ist gesellschaftliches Ansehen... und das bekommt man zur Not auch ganz ohne Sozialkompetenz... super Sache.

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